Trotz vernetzter Internetcommunities, Foren, Blogs und Co. gibt es einen Trend oder zumindest eine Konstante Form der Begegnung: Konferenzen, Kongresse und Summits. Das G8-Gipfeltreffen in Heiligendamm und das Weltwirtschaftsforum in Davos sind nur die Spitze der Get-Togethers der Schönen und Reichen, der Klugen und Wichtigen.

So wie sich die bürgerliche Gesellschaft und die Gebildeten im 18. Jahrhundert in Kaffeehäusern trafen, um über Wohl und Wehe der Welt zu debattieren, wie sich Künstler und politische Bürgerinitiativen in ihren Stammkneipen zusammensetzten, so trifft sich die radikale Intelligenz heute auf Zukunftskonferenzen und Ideenbörsen und verhandelt ihre jeweiligen Themen. Neben den durchaus horizonterweiternden Inspirationen ist es vermutlich das “Flair”, der “Spirit” die diese Veranstaltungen zu begehrten Erlebnissen machen.

Gebündelte Expertenkompetenzen machen die Konfernzen zum intellektuellen Schaufensterbummel und zeigen, dass manches einzigartige Problem oder Phänomen von anderen bereits wesentlich weiter bewegt wurde und vielleicht sogar schon gar keines mehr ist. Gleichzeitig entmystifizieren sich auf solchen Konferenzen “Innovatoren und Vordenker” - aus Buchstaben werden Gesichter und Körper, aus manifesten Text-Weisheiten werden Menschen mit entwickelbaren Gedanken und veränderbaren Erkenntnissen, die fordern hinterfragt zu werden.

Einige der Konferenzen, die sich lohnen besucht zu werden:
1. TED
2. FutureofWebdesign
3. re:publica

* Die Überschrift ist ein abgewandeltes Zitat von Andy Clarke zur Zukunft von Web-Zukunfstkonferenzen auf der FoW 2007.

Foto von: http://www.flickr.com/photos/johnnyvulkan/

Posted in Allgemein at März 15th, 2008. No Comments.