Steve Jobs hat Brandenburg gekauft und direkt in den klassischen Mac-Stil umgetaltet!

Posted in Allgemein at Januar 11th, 2009. 3 Comments.

Aus verschiedenen aktuellen Anlässen, mein Nachtrag zu Weihnachten:

Vor ungefähr zweitausend Jahren soll es passiert sein: Gott wurde Mensch in Jesus. Denn so sehr hatte er die Welt und alles was auf und in ihr war lieb.

Warum nun entwickelt sich mancher Mensch zum Un-, zum Nicht-Menschen, wenn er sich das Siegel Christi Prädikat Christ auf die Brusttasche steckt oder an die Heckscheibe seines Kraftfahrzeugs klebt? Warum beginnt er den Fehler im Nächsten, im Anderen zu suchen anstatt ihn zunächst einmal lieb zu haben und anzunehmen - so wie er ist? Zunächst und nochmal zunächst und nochmal zunächst und immer weiter. Warum ist er bestrebt die Welt zu sortieren in WIR und DIE und ‘cui bono’ - wem nützt dies? Ist es nötig, um die zu bekehrenden Heidenscharen klarer ins mentale Gatter zu pferchen und ihnen dann mehr schlecht als recht ‘den Herrn Jesus lieb zu machen’? Hat man Angst der Himmel sei zu klein für alle? Vielleicht ist es auch Missgunst, die aus falsch verstandener Nachfolge, einem fanatischen Regelglaube, resultiert: “Wenn ich mich hier abmühe vorzugaukeln sicheren Schrittes auf dem schmalen Pfad entlangzuschreiten, dann will ich nicht, dass der vermeintlich Andersartige das Gleiche bekommt wie ich.” Oder ist es das was sich Bekehrung schimpft und nicht zur Umkehr, sondern zur Abkehr entartete? Man möchte dem ein oder anderen zur Verbrüderung zurufen: “Sünder, Sünder, wir waren, sind und bleiben doch alle Sünder!” Der eine mehr, der andere weniger ’stets bemüht’. Aber doch geliebt, befreit zum Sünder sein und gleichzeitig davon befreit. Entkrampfe und werde Mensch! Weg mit der tiefsitzenden Menschenfeindlichkeit, die nicht nur auf den anderen bezogen ist, sondern auch unbarmherzig den Menschen im ‘alten’ und ‘neuen’ Ich verneint! Barmherzigkeit fängt nicht erst beim Nächsten an. Weg mit dem Nihilismus der uns umgibt. Erst der echte, menschliche Sünder kann dem menschlichen Sünder liebevoll begegnen, nicht der sich selbtst - den Menschen - verneindende heilig-Scheinende. So sagt es die Weihnachtsgeschichte: Gott hat sich nicht nur herabgelassen sondern ist Mensch geworden, um dem Menschen in Liebe zu begegnen und ihn aufzufordern es ihm gleich zu tun, ihm nachzufolgen, damit’s ‘was wird’ mit der Welt, die ihm am Herzen liegt.

Um es frei nach Gerrit mit Luther zu sagen: Sei befreit, befreit tapfer zu sündigen und noch tapferer zu glauben. Werde Mensch und hab die Welt lieb.

Posted in Allgemein at Januar 5th, 2009. 4 Comments.

“… und wünsche ich dir, deiner Freundin und deiner Family entspannte und gesegnete Weihnachtstage…”

Das war das Ende der SMS, die ich gestern, auf der Heimfahrt von Erfurt nach Schwartau, an meinen Mitbewohner schickte, woraufhin mich dieser heute Mittag interessiert anrief: Er habe sich gerade an meine SMS erinnert und wolle ‘den Christen in mir’ einmal fragen, was es denn mit dieser Seligpreisung auf sich habe. Ich fragte leicht irritiert, welche Seligpreisung er meine und wurde von einem Funkloch unterbrochen. Einige Minuten später vibrierte folgende SMS in meiner Jacke: “Wohl ein Funkloch [...] meine frage bezog sich darauf, was ein gesegnetes von einem nicht gesegneten Fest unterscheidet”.

Dialektisch scheint “ein verfluchtes Fest” wohl dem gesegneten Fest diametral gegenüberzustehen. Nun fällt es mir schwer über Flüche zu schreiben, da ich damit spontan erstmal irgendwelche okkulten Späße verbinde. Es fällt mir leichter zu formulieren, was ich mit Segen und einem gesegneten Fest assoziiere und was ich jemandem zusprechen möchte, wenn ich ihm ein (von Gott) gesegnetes Weihnachtsfest wünsche:

Ich wünsche ihm Kraft,
ich wünsche ihm Gottes Wohlwollen,
ich wünsche ihm ein inneres Glück,
ich wünsche ihm ein inneres Wachsen,
ich wünsche ihm Gottes Schutz,
ich wünsche ihm Bewahrung,
ich wünsche ihm Gottes gütige Zuwendung, Geborgenheit und Frieden.

Auch Dir wünsche ich frohe und gesegnete Weihnachten!

PS: Und lasst Euch vom “Supersymbolfoto”, das von http://www.flickr.com/photos/gattusoforever/ kommt, nicht irritieren.

Posted in Allgemein at Dezember 23rd, 2008. 5 Comments.

Oder auch: ‘Der Student kann das Studiensystem verändern

Seit der flächendeckenden Einführung des (neoliberalen) Bachelor-Master-Studiensystems klagen viele Studenten über die verschulte und komprimierte “Turboisierung” ihres Studiums: Es gilt in kurzen Abständen Leistungstests zu bestehen und Module in eng definierten Zeiträumen zu absolvieren, um dann nach einer Regelstudienzeit von planmäßig 6 Semestern von der Hochschule auf den Arbeitsmarkt gespien zu werden. Stress, Leistungsdruck und Angst sind die Auswirkungen dieser Reform, die wiederum einen Rückgang an Freizeit und Freiheit - schwindende Freiräume für soziales Engagement und eine Blick über den Tellerrand - zur Folge haben.

Doch ist die Situation nicht ausweglos und “das System” lässt durchaus Freiräume, die es gilt vom Einzelnen bzw. vom Kollektiv der Einzelnen genutzt zu werden.

Schon Herbert Marcuse stellte in seinem Werk ‘Der eindimensionale Mensch‘ fest, dass

“die fortgeschrittene Industriegesellschaft [zwar] imstande ist, qualitative Änderung [der Lebensumstände der Menschen] für die absehbare Zukunft zu unterbinden [...], dass [aber gleichzeitig] Kräfte und Tendenzen vorhanden sind, die diese Eindämmung durchbrechen und die Gesellschaft sprengen können.”

Letztlich besitzen also die Menschen die Kraft gesellschaftlich oder systemisch bedingte Unzulänglichkeiten zu “sprengen” bzw. zu überwinden. Ein wundervolles Beispiel hierfür bietet eben jenes BA-Studiensystem, das hier in Erfurt derzeit von den Studenten gesprengt wird. Während von der durch wirtschaftliche Interessen gelenkten Bildungspolitik und Hochschulleitungen Kürze und Berufsqualifikation propagiert und als die Besonderheit des Studiums glorifiziert werden, entschließen sich immer mehr Studenten dazu ihre Studienzeit auf 7 Semester oder mehr auszuweiten und sich dabei ein Semester im Ausland zu entspannen oder in Interessengebiete zu versenken.

Das ist schlecht für die Hochschulen. So wurde beispielsweise die Erfurter Universität immer mehr ökonomisiert und erhält mittlerweile nur noch Mittel, wenn sie eine möglichst hohe Zahl von Studenten in der Regelstudienzeit durch ihr Studium schleust. Also: Statistik ist im Arsch, weniger Geld.

Das ist gut für die Studenten, die beginnen zu reflektieren und sich aus der Fessel des systemischen Zwangs zu befreien - Dinge tun, die man tun möchte, aus sich heraus.

Und das ist gut für die Gesellschaft, die vielleicht auch beginnt sich zu fragen: Was will ich leisten, was kann ich leisten, warum mache ich das überhaupt usw. usf.

Posted in Allgemein at Dezember 18th, 2008. 2 Comments.

Mit den heutigen beiden Posts eröffne ich (voraussichtlich mit Unterbrechungen) eine Einführungsreihe zur kritischen Theorie.

Zum Einstieg die Grundsatzfrage der kritischen Theorie: “Könnte es nicht auch anders sein?”

Posted in Allgemein at Dezember 18th, 2008. No Comments.

Nachdem vorgestern der erste Schnee hier in Erfurt gefallen ist, wird es höchste Zeit dem nun endgültig vergangenen Sommer ein paar letzte Zeilen (und Bilder) zu widmen und den großartigen Sommertrip, den ich mit meinem alten Freund Birger unternahm, Revue passieren lassen.

Der Retro-Chique der Fotos erklärt sich übrigens dadurch, dass diese mit einer analogen Einwegkamera (ohne Blitz) geschossen wurden (interessante Erfahrung auf 54 Bilder beschränkt zu sein).

Rainer. Der Flug vom Militärflughafen Billigflughafen Baden-Baden nach Girona, von dort nach London und von London zurück nach Baden-Baden kostete uns rund 80 Euro pro Person. Für den selben Preis fahre ich von Erfurt nach Lübeck und zurück. Merke: Während meine Eltern zu ihrer Studentenzeit noch aus kostengründen mit dem Auto oder dem Interrail verreist sind, wird heute - um Geld zu sparen - geflogen. Ist das pervers?

Paradise I. Gecampt haben wir in Blanes, einem Touristenort an der Costa Brava in der Nähe von Lloret de Mar. Die touristisch genutzten “Sozialen Wohnungsbauten” sorgten gleich für ein heimisches Gefühl. Allen Urlaubern, die im Spätsommer/Frühherbst nach Nordspanien fahren sei noch gesagt, dass sie mit Wetterwechsel aufgrund von Mistralwinden rechnen sollten!

Traumhaft. Ein Kontrastprogramm bot eine Fahrradtour in Richtung Norden. Auch wenn wir das Höhenprofil der Strecke falsch kalkuliert hatten, schafften wir es immerhin bis zu einer nahegelegenen Bucht.

Architektur und Natur. Die zwei Tage Barcelona hätten unterschiedlicher nicht sein können. Der erste verregnet und grau, der zweite Tag wartete mit 30 Grad+ auf. Auf dem oberen Bild ein Blick über die Stadt vom Montjuic. Auf dem Berg befinden sich die Anlagen der olympischen Spiele 1992. Der fast dreistündige Abstieg (verirrt!) vom Berg wurde durch Parks und Baukunst mehr als erträglich. Auf dem unteren Bild ein architektonisches Meisterwerk: Torre Agbar.

ÖPNV. Der öffentliche Nahverkehr Barcelonas wird durch ein flächendeckendes Fahrradverleihsystem ergänzt. An unzähligen Punkten in der Stadt kann man (wenn man sich vorher registriert hat) Fahrräder entleihen. Mehr Infos

Paradise II. Wahrlich paradisisch: Der St. James Park am Tag unserer Ankunft in London. Bei überraschend warmen Temperaturen war der Park am sonnigen Sonntagnachmittag bevölkert von entspannten Menschen aller Altersklassen und aller Couleur. Vielfalt ist der Schlüssel. So wünschte ich mir sollte jeder Sonntag sein.

Monokultur. Während mich das Geschäftsviertel rund um Canary Wharf bei meinen letzten Londonbesuchen noch völlig begeisterte, wich diese Begeisterung dieses mal einer Ernüchterung. Ob es am schlechten Wetter, am krassen Kontrast zu Camden Town oder der schlechten Stimmung in Folge der Finanzkrise lag?

Das Bild zeigt die Underground-Station “Canary Wharf” in der Rushhour. Glasscheiben verhindern, dass Menschen von den schwarzgewandeten Massen vom Bahnsteig gedrückt werden. Interessante Randnotiz: Wie wir am Abend aus der Zeitung erfuhren waren an diesem Tag 2000 Angestellte der Lehman Brothers Hauptzentrale in den Docklands entlassen worden.

Goodbye Dandryer. Diese Entdeckung wäre sicherlich auch einen eigenen Artikel Wert gewesen. Seit Jahren ärgere ich mich über die Standard-Luft-Handtrockner (i. d. R. vom Fabrikat “DanDryer”). Auf Londons öffentlichen Toiletten entdeckten wir dann sog. Power-Luft-Handtrockner. Auf dem Bild ist links solch ein Turbo-Teil zu sehen. Man steckt die Hände quasi in das Gerät und der Luftstrom zieht einem beim Herausziehen der Hände das Wasser von der Haut. Ausführlicher hat sich bereit SpOn dem Thema gewidmet

Zum Schluss. Jedem, der in London relativ preiswert und stylisch Urlaub machen will und auf ein gewisses Mindestmaß an Hygiene und Service Wert legt, empfehle ich das Clink-Hostel.

Fotos von: mir (Bild 1-7); http://www.flickr.com/photos/contentious/; http://www.flickr.com/photos/basial/; http://www.flickr.com/photos/normko/; http://www.flickr.com/photos/finkangel/

Posted in Allgemein at November 1st, 2008. No Comments.

Jetzt geht’s los!

Posted in Allgemein at Oktober 30th, 2008. No Comments.

Posted in Allgemein, Kulturelle Artefakte at Oktober 19th, 2008. No Comments.

Oder eben auch nicht. Trotzdem sind gewisse Ähnlichkeiten zwischen der Promo-Karte, die ich im Frühjahr fürs GJW Hessen-Siegerland gestaltet habe und dem Plakat des Gastlandes der diesjährigen Buchmesse vorhanden. Welche Wörter kann man von dem Labyrinth auf der GJW Karte eigentlich ablesen?

Posted in Allgemein, Kulturelle Artefakte at Oktober 17th, 2008. No Comments.

Seit einigen Jahren hat unsere Fußballnationalmannschaft - von einigen Ausnahmen mal abgesehen - eine recht ansehnliche Spielweise kultiviert. Vergessen sind die Zeiten, in denen etwa Erich Ribbeck in der Einbürgerung von Spielern wie Paulo Rink und dem Recycling von Loddar Maddhäus die letzte Rettung der deutschen Spielkultur sah.

Auch wenn die Zeiten des Rumpelfußballs im Großen und Ganzen vergangen sind, beschleicht mich beim ein oder anderen Spiel doch die Angst, dass wir in vormoderne Fußballzeiten zurückfallen. So setzt Bundestrainer Joachim Löwi seit geraumer Zeit auf den ein oder anderen Spieler, dessen internationale Eignung ich für mehr als fraglich halte!

Sollte jemand der Meinung sein, dass besagter verlinkter Spieler bei der EM einige gute Szenen hatte, so sage ich: N e i n! Mein quasi-statistisches Wahrnehmungsorgan hat bewiesen, dass er ein fundamentaler Schwachpunkt der DFB-Elf ist (bitte achte beim nächsten Spiel selber einmal darauf!). Auch sein Vereinstrainer Thomas Schaaf hat dies festgestellt und hat den Spieler durch ein österreichisches Jungtalent ersetzt.

Kommen wir nun zum eigentlichen Thema: Etwas verwundert war ich dann doch, dass recht viele Fans auf der privaten Groupie-Fan-Homepage von C.F. äußerst wohlwollende Kommentare hinterließen, wie etwa das folgende “Schön dich mal wieder auf dem Feld gesehen zu haben, da gehörst du nämlich auch hin und nicht auf die Bank!!!”.

Doch woher rührt der offensichtlich fehlende Sachverstand sämtlicher Kommentare? Die systemtische Auswertung der User-Namen vor den Gästebucheinträgen erklärt alles einiges:

  • Kaylie,
  • Steff,
  • Katha,
  • Eastendgirl,
  • Nadine,
  • Jasmin,
  • Ulrike,
  • Rossi,
  • Honey,
  • Bianca,
  • Frengelchen,
  • werder-anne

(Auflistung der ersten 12 User/innen, um Mehrfacheintragungen bereinigt).

Folgende Fragen gilt es nun in wissenschaftlichen Vergleichsstudien zu erörtern. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Gästebuchnutzern und der (fehlenden) Leistungsstärke von Fußballnationalspielern?

Foto von: http://www.flickr.com/photos/howie_berlin/

PS: Ja, Arne Friedrich sollte an C.F.s Stelle und auf seiner Position spielen.

Posted in Allgemein at Oktober 16th, 2008. 2 Comments.