Apocalypse now! Die Schweinegrippe greift um sich. Ich hatte sie schon zweimal diesen Herbst. Meine Hochschule führt, entsprechend des Thüringer Influenza Pandemieplans, “antiepidemische Maßnahmen” ein und installiert in jedem Lehrgebäude Sanitizer-Stationen an den Treppenaufgängen. Geholfen haben sie - zumindest mir - nicht. Verständlich - so bedarf es entweder eines funktionierenden Kontrollsystems (z. B. “Überwachungskameras und Bußgelder”) oder starker Anreize (z. B. “Spaß”), um zu gewährleisten, dass sich jede/r die Finger 20-30 Sekunden einreibt und von Viren und Bakterien befreit. Weder Anreize noch Kontrolle können aktuell geboten/gewährleistet werden. But! Ich habe die Lösung! Spaßfreies Händesäubern war gestern! Hygienespaß ist heute! Meine kleine Cousine machte uns heute darauf aufmerksam, dass man beim Händewaschen Seifenblasen machen kann! Sei-fen-bla-sen! Nur mit den Fingern, mit Flüssigseife und Wasser! Hände einseifen, Seife nicht komplett abwaschen, Daumen und Zeigefinger zum Kreis formen und sanft durch diesen Kreis pusten. Highly recommended! Welch ein fröhliches Bild im tristen Herbst wird es sein, wenn die Menschen in einigen Tagen mit schillernden Seifenblasen an den Händen über den Uni-Campus tanzen werden.
Doch ein Problem müssen wir vorher noch lösen: Das Desinfektionsmittel in den Sanitizer-Stationen an der Uni ist zu trocken, um damit Seifenblasen zu machen und Wasseranschluss besitzen die Ständer auch nicht. Mal sehen, ob ich da guerillamäßig was einrichten kann in den nächsten Tagen.
Bin morgen als Vertreter des GJW-Bundesvorstandes in Neustrelitz zur Ordination des neuen Jugendreferentens. Nun habe ich alter Fuchs mir gedacht: “Bringste mal nen Weinchen als Geschenk mit.” So verbrachte ich mehrere Dezi-Minuten im Weinfachhandel meines Vertrauens, um mich schließlich von einer hübschen Blechdose und dem Schriftzug “Cabernet Sauvignon” auf dem Preisschild überzeugen zu lassen.
Nachdem ich dann wieder zuhause angekommen war, fragte ich mich, ob der Name “Casillero del Diablo” vielleicht nicht der passende Wein für die Einführung eines Diakons in einem christlichen Jugendverband sein könnte. Ich überlegte noch kurz, ob ich einen Witz bezüglich “Anfechtung und Standhaftigkeit” oder so bei der Übergabe machen sollte, musste dann aber feststellen, dass auch das Emblem, das auf dem Flaschenhalz angebracht war - irgendwie unpassend war.
Diese Erfahrung stützt die These, dass meine Wahrnehmung hochgradig selektiv zu sein scheint.
das wusste schon PR-Experte, Maus Knüller-Neuhof*, Fachmann für interne Brandmarken und Inhaber einer weltberühmten PR-Agentur.
Anonyme Studenten der Universität Erfurt haben sich dieses Leitsatzes nun bedient und erhoffen sich eine autosuggestive Wirkung für ihre Hochschule. Ganz im Sinne des Gründervaters der Universität, Peter Glotz, halten sie ihre Uni für das Harvard an der Gera. Die Graßwurzel-Kampagne soll die Identifikation mit der Universität verdeutlichen, betont ein beteiligter Student (23):
Ich möchte betonen, dass die Graßwurzel-Kampagne die Identifikation mit der Universität verdeutlichen soll.
Man munkelt, dass Anfragen bezüglich einer T-Shirt-Bestellung u. a. vom Autoren dieses Weblogs entgegengenommen werden. Der Preis könnte 20 € betragen.
Zum Glück habe ich mir in den fetten Zeiten genug Entertainment-Shit gebookmarkt, sodass ich nun dem nahenden Sommerloch begegnen kann. Heute: Lothar Matthäus gibt Interviews auf Englisch. Ein Kleinod der Medienberichterstattung!
Especially the Infrastruktur
We must to walk hard - everyone must to walk hard
I like to see combination football
Tactically, Technically
We played with ten players plus X
Schechter get tired
You have no rules hier?
I miss a bit the professional
Israel has a good Schons when they play with self-confidence
Freitag, 5. Juni 2009. Es waren symbolträchtige Momente. Es waren Momente, die Hoffnung machten. Hoffnung auf mehr: Mehr Unabhängigkeit und mehr Freiheit. Eine Chronologie der Ereignisse:
12:03 h: Der Drucker spuckt die letzten Blätter der Abschluss-Reflexion unserer Bachlor-Arbeit aus.
12:20 h: Juliane gibt mit 20 Minuten Verspätung meinen Reflexionsbericht im Sekretariat unseres Seminars ab.
12:36 h: Ich komme am Campus der Universität Erfurt an, leiste eine Unterschrift und begebe mich - ungeduscht und unfrisiert - unter die feiernden quasi-Absolventen. Endlich frei! Ein Jahr 7er-Gruppenarbeit hat ihr erschöpftes Ende gefunden.
Ab ca. 13:00 h: Mehrere Hubschrauber fliegen über den Erfurter Campus. Man hatte bereits gemunkelt, dass Barack Obama bei seiner Ostdeutschland-Tour auf dem Erfurter Flughafen landen sollte.
Noch etwas später: Wir laufen aus der Mensa. Über das Lehrgebäude unserer Fakultät fliegt ein Flugzeug mit blauer Schnauze. Die AirForce 1 auf dem Weg nach Erfurt Bindersleben!
Danach: Noch mehrmals überfliegen Hubschrauber in verschiedenen Formationen die Campus-Wiese. Einige schwarze Raben folgen. Wir vermuten, dass der Secret Service sich da was hat einfallen lassen. “Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Nein, es ist Angeberman! O-ba-ma!” Wir jubeln Hubschraubern und Vögeln zu. Denke Barack hat uns gesehen. Wir haben ihn zumindest gespürt. Diesen Spirit, diesen wind of change Geist des Wandels, den Geist der Freiheit und Unabhängigkeit.
Coincidence or not?
PS: Hat jemand noch Fotos von den Hubrschraubern, Vögeln und der AirForce?
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Obama beim Thüringen Journal
Besonders gut gefällt mir das Statement des Flughafen-Pressesprechers. So muss man wissen, dass i. d. R. nur 2 Flugzeuge am Tag in Erfurt landen. Eigentlich ist der Flughafen also jeden Tag “gefreezt”. Außerdem habe ich mich gefragt, ob Barack Menschen oder Kameras zugewunken hat - so richtig voll schien es da ja nicht gewesen zu sein.
Diverse YouTube-Videos gibts u. a. hier, hier und hier.