“… und wünsche ich dir, deiner Freundin und deiner Family entspannte und gesegnete Weihnachtstage…”
Das war das Ende der SMS, die ich gestern, auf der Heimfahrt von Erfurt nach Schwartau, an meinen Mitbewohner schickte, woraufhin mich dieser heute Mittag interessiert anrief: Er habe sich gerade an meine SMS erinnert und wolle ‘den Christen in mir’ einmal fragen, was es denn mit dieser Seligpreisung auf sich habe. Ich fragte leicht irritiert, welche Seligpreisung er meine und wurde von einem Funkloch unterbrochen. Einige Minuten später vibrierte folgende SMS in meiner Jacke: “Wohl ein Funkloch [...] meine frage bezog sich darauf, was ein gesegnetes von einem nicht gesegneten Fest unterscheidet”.
Dialektisch scheint “ein verfluchtes Fest” wohl dem gesegneten Fest diametral gegenüberzustehen. Nun fällt es mir schwer über Flüche zu schreiben, da ich damit spontan erstmal irgendwelche okkulten Späße verbinde. Es fällt mir leichter zu formulieren, was ich mit Segen und einem gesegneten Fest assoziiere und was ich jemandem zusprechen möchte, wenn ich ihm ein (von Gott) gesegnetes Weihnachtsfest wünsche:
Ich wünsche ihm Kraft,
ich wünsche ihm Gottes Wohlwollen,
ich wünsche ihm ein inneres Glück,
ich wünsche ihm ein inneres Wachsen,
ich wünsche ihm Gottes Schutz,
ich wünsche ihm Bewahrung,
ich wünsche ihm Gottes gütige Zuwendung, Geborgenheit und Frieden.
Auch Dir wünsche ich frohe und gesegnete Weihnachten!
PS: Und lasst Euch vom “Supersymbolfoto”, das von http://www.flickr.com/photos/gattusoforever/ kommt, nicht irritieren.
Tags: gesegnete Weihnachten, Gottes Segen



Dezember 23rd, 2008 at 23:42 #Jens
wie schön! nein, ich bekomme keine antwort per sms, nein, der herr zitiert lieber in aller weltöffentlichkeit meine innersten fragen und gedanken. ich übertreibe. aber trotzdem ists ja eine antwort, und das ist ja, was ich wollte. und da weihnachten ist, will ich mal nicht so sein. danke nils. und auch dir ein atheistisch gesegnetes weihnachtsfest, wobei das wohl wieder neue fragen aufwirft (was soll das sein usw) aber das wäre dann nochmal einen eigenen blogeintrag wert. da ich aber keinen blog betreibe, belassen wir es dabei.
Dezember 23rd, 2008 at 23:58 #Nils
Hey Jens, das war doch hochgradig anonymisiert
Dezember 24th, 2008 at 13:32 #Christopher
Stimmt: War…
Anyway: Vielen Dank für diesen Gedankenanstoß. Einen Einspruch allerdings: Das Gegenteil von “gesegnet” ist nicht “verflucht”…
Wäre doch schade, wenn jeder, den wir nicht “segnen” (oder ihm Segen wünschen), deswegen gleich unter einem Fluch leiden müssen.
By the way: Gesägnete Weihnachten
Dezember 29th, 2008 at 02:14 #Jens
Nachtrag: http://www.spreeblick.com/2008/12/22/jesus-war-ein-magier-interview-mit-gerd-ludemann/#more-14032
Sagt mir nicht viel. Für dich vielleicht interessant?
LG
Jens
Dezember 31st, 2008 at 17:18 #Nils
@Christopher: Ich meinte ja auch nur, dass “verflucht” von seiner Wortbedeutung dem Wort “gesegnet” entgegenstehen könnte. Schon gar nicht wollte ich betonen, dass ein “gesegnetes” Fest von meinen Segenswünschen abhängt. So wünsche ich jmd. ein gesegnetes Fest ohne dass ich im Letzten für den Segen, der auf dem Fest liegt verantwortlich bin/sein muss.
@Jens: Interessantes Interview. Nicht unbedingt meine Meinung, aber durchaus bedenkenswert.