Während sich die halbe Medienwelt vordergründig noch vor dem Internet und den Veränderungen, die es mit sich bringt fürchtet, werkeln die großen Fernsehanstalten daran ihre Angebote auch über die Internetleitung abrufbar zu machen. Zeitungen und Zeitschriften bieten ihren Text-Content ja bereits seit einigen Jahren komplett online an - teilweise kostenfrei, teilweise kostenpflichtig. Nahezu ausnahmslos sind auch alle Radiosender online verfügbar. Die Folgen sind weder das Ende der professionellen “Qualitätsmedien” oder das Ende des gedruckten Wortes, wie es von vielen konservativen Medienmachern prophezeit wurde.

Nur das Fernsehen ließ mit der Umstellung auf Internetfähige Angebote auf sich warten. Doch der Druck, den Angebote wie YouTube oder AlluC auf die TV-Stationen machen zeigt Wirkung. Nachdem das ZDF letztes Jahr auf der IFA seine “Mediathek” promotet hat, stellen verschiedene Sender ARD-Rundfunkanstalten mittlerweile nicht nur ihre Sendungen online, sondern bieten ihr komplettes Programm im Live-Stream an (HR Fernsehen, KIKA). Daneben existiert Software, wie etwa Zatoo, die es bereits möglich macht verschiedene Sender über das DSL-Kabel zu empfangen.

Der strukturelle Wandel wird wohl überschaubar sein: Schon seit langer Zeit kann man via Satellit alle Sender der Welt quasi kostenlos empfangen, TV-Karten für den PC gibt es auch schon seit langem. Fraglich bleibt, was mit den Füllsendungen (call-in, ) passieren wird, wenn die Zuschauer “on-demand” eine Sendung mit mehr Unterhaltungs- oder Informationsgehalt auswählen können.

Posted in Allgemein, Medienwandel at Februar 10th, 2008. Trackback URI: trackback
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