When copies are super abundant, they become worthless. When copies are super abundant, stuff which can’t be copied becomes scarce and valuable.

Kevin Kelly

Posted in Zitate at Juli 6th, 2010. No Comments.

Nachdem ich ja davon berichtete, dass ich mir die TV Noir-Mai-Sendung angeschaut habe, habt ihr jetzt nochmal die Möglichkeit Euch die wirklich kurzweilige, sehens- und hörenswerte TV Noir-Sendung anzuschauen. I like!

Ganz wie im Großen-Wimmel-Bilder-Spiel-Buch könnt ihr mich ja mal im Publikum suchen und die Minuten in denen ich auftauche in den Kommentare zu diesem Post vermerken.

TV Noir mit MIKROBOY und AGNES OBÉL - Teil 1 from TV Noir on Vimeo.

TV Noir mit MIKROBOY und AGNES OBÉL - Teil 2 from TV Noir on Vimeo.

Posted in Kulturelle Artefakte at Juni 12th, 2010. No Comments.

Letzten Mittwoch Leute getroffen, die mir erklärt haben, dass der Euro in einer unüberwindbaren Krise ist. Sie meinten, dass die D-Mark zurückkommen muss. Ich war ziemlich niedergeschlagen nach diesem Gespräch. Glücklicherweise hat Martin ein thüringer Orakel getroffen, das weiß, wie man Griechenland retten kann:

Griechenland retten

Posted in Allgemein at Mai 16th, 2010. No Comments.

Leide derzeit unter akuten Schlafstörungen. Korreliert eng mit der Anzahl der Dinge, die ich ich zu erledigen habe und der Zeit bzw. dem Raum diese Dinge zu erledigen bzw. der Fähigkeit sich von diesen Dingen gedanklich zu befreien (Stressmanagement).

Die Schlafstörungen führen dazu, dass ich nachts fern sehe. Gestern z. B. WDR. WDR hat ein interessantes Programmkonzept für den Sonntagabend. Ich habe das mal grafisch dargestellt:

Bei Rockpalast spielen irgendwelche unbekannten Musiker Musik. Mehr nicht. Ich mag es nicht. Es ist langweilig und es ist keine Musik, die mir gefällt. Es ist irgendwie frühe 90er-Jahre. Bloggen = ja auch Meinungsmache. Das führt dazu, dass ich auf ZDF umschalten muss. Dort kommt das philosophische Quartett. Wenn der WDR klug wäre, dann würden sie das Niveau auch nach 00:15 hoch halten und TV Noir kaufen (mieten, übernehmen, anheuern, ausstrahlen). Dort war ich gestern abend vor 00:15. Eine sehr schöne Show mit Agnes Obel und Mikroboy. Ich hatte TV Noir schon einmal im Internet gesehen und hatte es auf meine Kultur-ToDo-Liste geschrieben. Agnes ist blond und niedlich. Ich kannte sie vorher nicht. Sie ist Dänin und klingt - abstrakt - ähnlich wie Yael Naim. Deswegen hat die deutsche Telekom auch ihr Lied gekauft und es zur Untermalung ihres T-Mobile Spots verwendet.

“Das ist s[ch]on komis[ch]“, meint Agnes dazu. Niedlich, gell. Mikroboy ist auch eine gute Gruppe. Der Sänger ist sympathisch. Ich mag auch das Plattencover ihres Albums. Oft geht es ja um Sympathie und Ästhetik. Ich mag zum Beispiel Revolverheld nicht. Nicht die Musik von denen, die mag ich auch nicht, aber irgendwie mag ich die Band nicht. Wir sind Helden finde ich zum Beispiel sympathisch. Tomte finde ich nicht symapthisch. Die Sportfreunde Stiller finde ich sympathisch. Die Musik von Mikroboy fand ich auch gut. Der Sänger sieht sehr unterhaltsam aus beim Singen und sein Freund Steffen oder Stefan im Hintergrund hatte ein sehr langes Pony und einen dichten Bart.

Während Agnes Obel “ein bischen melancholis[ch]e Musik” machte, war die Musik von Mikroboy schneller. Das war eine sehr harmonische Mischung. Tex Drieschner, selber Musiker, Moderator und Erfinder von TV Noir ist schlagfertig, unterhaltsam und eine coole Sau. Das Konzept: Es gibt ein fleischgewordenes Jingle mit Goldkrönchen, einen Überraschungsgast aus dem Publikum, kurze Interviews, 3 Akustik-Lieder der Künstler, jeweils einen Coversong jedes Künstlers und ein Lied, das vom Publikum bestimmt werden darf, Couch, Couchtisch und goldenen Bilderrahmen. Hatte ich schon erwähnt, dass Cello ganz toll klingt?

Tex hat auf der re:publica in der Reihe “Lagerfeuergespräche von Innovatoren” sein Konzept vorgestellt. Liebe Programmdirektion des WDR einfach mal reinhören. Bislang läuft TV Noir noch beim OK-Berlin (Alex TV o. so ä.). Neben seinem eigenen innovativen Erfolgskonzept hat Tex fünf weitere “Digitale Innovatoren” eingeladen, die auf der re:publica unter dem Label “Innovators by the fire” ihre Ideen vorgestellt und diskutiert haben:

Nachtrag: Bei der Titelgebung dieses Beitrags habe ich mich zu Teilen von einer überaus erfolgreichen Veranstaltung des Fachschaftsrats Kommunikationswissenschaft der Universität Erfurt inspirieren lassen: Podiumsdiskussion “Innovationsstau im TV“, 30. Juni 2009 (Toller Reim btw!)

Posted in Allgemein at Mai 3rd, 2010. 3 Comments.

Ich bin gerade dabei die rund 70 aufgezeichneten Vorträge der re:publica 2010 anzuhören (die mp3-Files gibt’s hier zum downloaden). In den kommenden Tagen möchte ich einige der Ideen und Gedankengänge nochmals hier aufnehmen und reflektieren. Zum Einstieg aber zunächst ein wunderbares, humorvolles Video von Martin, das Kernthemen und Hauptpersonen der re:publica einführt.

Zugehörige re:publica 2010 Links:

Posted in Allgemein at April 24th, 2010. No Comments.

Dieser Eprolog dient der Schließung und Öffnung von contemporaryculture. Ich füge den Eprolog zwischen den letzten Eintrag und den folgenden. Er ist quasi wie Käse. Käse, der den Magen schließt und öffnet. Dass sich ein gleichzeitig geöffneter und geschlossener Magen widerspricht, gebe ich zu. Dass man Käse, trotz dieses Widerspruchs, sowohl die Funktion der Öffnung, als auch der Schließung des Magens zuschreibt, ist der Uneindeutigkeit wissenschaftlicher Studien und alltagsweltlicher Selbstversuche geschuldet, die bemüht waren die Folgen von Käseverzehr zu elaborieren. Offensichtlich kann man im Bereich der Käsefolgenabschätzung nicht einmal Schließ- und Öffnungstendenzen ausmachen. Anders ist es bei eindeutig zu beantwortenden Fragen, wie “können Frauen schlechter einparken als Männer”, “machen Computerspiele dumm/gewalttätig/dick”, “macht onnanieren blind” oder “können Frauen schlechter einparken als Männer”. “Diese Fragen sind eindeutig zu beantworten?”, fragt sich der aufmerksame Leser. Natürlich! Egal, welche der obigen Fragen man googelt, man wird eindeutige Antworten finden. Möchte sich etwa ein Heuschnupfenpatient im Internet informieren, zu welcher Tageszeit er am besten joggen gehen sollte, um dem Pollenflug zu entgehen, so erhält er eindeutige Meinungen. Verschiedene eindeutige Meinungen. Sich widersprechende eindeutige Meinungen:

Mal soll man grundsätzlich morgens joggen gehen, mal grundsätzlich abends, mal soll man es davon abhängig machen, ob man in der Stadt oder auf dem Land wohnt, mal soll man auf jeden Fall in der Stadt morgens joggen, mal in der Stadt abends, mal soll man auf dem Land morgens, mal auf dem Land abends joggen.

Das Internet ist eine große Wahrheitsmaschine. Sie versorgt uns mit der Meta-Wahrheit, dass es keine Wahrheit gibt. Oder mehrere.

Ich liebe Bloggen, weil es eine abenteuerliche Reise ist. Ich liebe Bloggen nicht wirklich. Ich dachte mir aber, dass ein Satz, der mit “Ich liebe Bloggen, weil…” anfängt ganz schick daherkommt. Es ist so ein Satz, der im Stern oder im Focus in einem Kästchen oder in Schriftgröße 16/fett abgedruckt werden würde. Häufig sind diese Schriftgröße 16/fett-Sätze, die einzigen Sätze eines Artikels im Stern oder Focus, die man überhaupt (neben der Über- und Bildunterschrift) liest. Abenteuerliche Reise ist außerdem eine schöne Metapher. Sie macht immer was her und stillt Sehnsüchte. Mit der Liebe zum Bloggen ist es so, wie mit der Suche nach der Wahrheit im Internet. Ich liebe Bloggen manchmal, ich hasse Bloggen aber auch manchmal. Und häufig habe ich eine differenzierte (oder wäre hier “ambivalent” das richtige Wort?) Meinung zum Bloggen. Warum ich Bloggen trotzdem liebe (das wäre wohl der Satz für die Überschrift im Focus-Artikel, allerdings ist es relativ schwierig diesen Satz zu beenden). Ich liebe Bloggen auf eine differenzierte Art und Weise trotzdem, weil es eine abenteuerliche Reise ist. (Sicherlich: Den Satz hätte man, um des Reimes Willen umstellen können.) Die abtenteuerliche Reise beinhaltet Unvorhergesehenes: Erlebnisse entfalten sich auf dem Weg, sind ungeplant. Hinter jeder Ecke, hinter jedem Busch lauert etwas Neues und wo man am Ende in welchem Zustand landet, das ist gewiss ungewiss. So ist es mit dem Bloggen auch. Ich schätze, dass in 75 % aller Fälle ein Blogpost mit einem unvorhergesehenen Ende endet. Bloggen: Ungeplant und wild. Bloggen ist assoziatives Schreiben. Man gleitet über die Bahnen des neuronalen Nervensystems - hüpft vom einen zum nächsten semantisch verbundenen Schlagwort (eigentlich wollte ich an dieser Stelle das “limbische System” anbringen - ich weiß allerdings nicht mehr wofür das zuständig ist). Bloggen ist Improvisationstheater mit sich selbst: Nur mit Erklären, ohne Pantomime und ohne malen.

Ich habe einen tieferen Sinn gesucht. Auch einen tieferen Sinn für das Bloggen. Warum bloggst du? Gerade bei Aktivitäten, die mit dem Computer zusammenhängen, gerät man häufig in Argumentationsdruck. Gegenüber anderen, aber auch gegenüber sich selbst. Wie kann ich legitimieren, dass ich blogge? Oder viel grundlegender: Was ist bloggen eingentlich und warum macht man das? Oft - gerade im Zuge der Einführung neuer Technologien - hilft es Analogien aus dem physischen Leben heranzuziehen, um das Neue zu verstehen. Analogien können hilfreich sein, wenn sie angemessen sind, sie können aber auch problematisch sein, wenn sie unangemessen sind. Ich möchte dies kurz am Beispiel erläutern: Lange Zeit habe ich als tradiertes Analogum für ein Blog die Zeitung oder die Zeitschrift gesehen. Entsprechend habe ich Bloggen mit journalistischem Publizieren analog gesetzt. Dies war ein unangemessenes Analogum, ein problematisches Analogum. Warum dies problematisch ist, wird deutlich, wenn man sich bewusst macht, wie der kognitive Prozess des “Analogisierens” abläuft: Ein Blog wird durch die Analogsetzung mit einer Zeitung nicht zur Zeitung. Vielmehr überträgt man mentale Verknüpfungen, die man bislang mit der Zeitung verbunden hat auf das Blog. So werden Eigenschaften der Zeitung ebenso auf das Blog übertragen, wie Erwartungen, die an Zeitungen gestellt werden. Dies führt zu qualitativen und quantitativen Ansprüchen, die in Anbetracht von Frequenz, Länge und thematischer Fokussierung meiner Blogeinträge für Frustration sorgten. Obwohl ich Texte und Bilder veröffentliche, ist mein Blog keine Zeitung, und obwohl ich Zeichenketten arrangiere, bin ich kein Journalist. Ich erreiche nur eine handvoll Menschen, ich schreibe nur recht unregelmäßig, ich habe keinen thematischen Schwerpunkt.

Nachdem ich also festgestellt hatte, dass die Analogie Zeitung/Zeitschrift - Blog für meine Zwecke unangemessen und problematisch ist, machte ich mich auf die Suche nach neuen, passenderen Entsprechungen. Und ich habe sie gefunden: Auf die Frage, warum bloggst du springe ich nun nicht mehr auf den “weil jeder heutzutage Journalist sein kann” Zug auf, sondern stelle andere Vergleiche an: Bloggen ist so etwas wie Lesen oder Kreuzworträtsel lösen, so etwas wie ein Bild malen oder eine SMS schreiben. Es ist eine Freizeitbeschäftigung, die Spaß bereitet.

Related Links:

Posted in Allgemein, Medienwandel at April 24th, 2010. 3 Comments.

Apocalypse now! Die Schweinegrippe greift um sich. Ich hatte sie schon zweimal diesen Herbst. Meine Hochschule führt, entsprechend des Thüringer Influenza Pandemieplans,  “antiepidemische Maßnahmen” ein und installiert in jedem Lehrgebäude Sanitizer-Stationen an den Treppenaufgängen. Geholfen haben sie - zumindest mir - nicht. Verständlich - so bedarf es entweder eines funktionierenden Kontrollsystems (z. B. “Überwachungskameras und Bußgelder”) oder starker Anreize (z. B. “Spaß”), um zu gewährleisten, dass sich jede/r die Finger 20-30 Sekunden einreibt und von Viren und Bakterien befreit. Weder Anreize noch Kontrolle können aktuell geboten/gewährleistet werden. But! Ich habe die Lösung! Spaßfreies Händesäubern war gestern! Hygienespaß ist heute! Meine kleine Cousine machte uns heute darauf aufmerksam, dass man beim Händewaschen Seifenblasen machen kann! Sei-fen-bla-sen! Nur mit den Fingern, mit Flüssigseife und Wasser! Hände einseifen, Seife nicht komplett abwaschen, Daumen und Zeigefinger zum Kreis formen und sanft durch diesen Kreis pusten. Highly recommended! Welch ein fröhliches Bild im tristen Herbst wird es sein, wenn die Menschen in einigen Tagen mit schillernden Seifenblasen an den Händen über den Uni-Campus tanzen werden.

Doch ein Problem müssen wir vorher noch lösen: Das Desinfektionsmittel in den Sanitizer-Stationen an der Uni ist zu trocken, um damit Seifenblasen zu machen und Wasseranschluss besitzen die Ständer auch nicht. Mal sehen, ob ich da guerillamäßig was einrichten kann in den nächsten Tagen.

Posted in Allgemein at November 14th, 2009. No Comments.

Bin morgen als Vertreter des GJW-Bundesvorstandes in Neustrelitz zur Ordination des neuen Jugendreferentens. Nun habe ich alter Fuchs mir gedacht: “Bringste mal nen Weinchen als Geschenk mit.” So verbrachte ich mehrere Dezi-Minuten im Weinfachhandel meines Vertrauens, um mich schließlich von einer hübschen Blechdose und dem Schriftzug “Cabernet Sauvignon” auf dem Preisschild überzeugen zu lassen.

Nachdem ich dann wieder zuhause angekommen war, fragte ich mich, ob der Name “Casillero del Diablo” vielleicht nicht der passende Wein für die Einführung eines Diakons in einem christlichen Jugendverband sein könnte. Ich überlegte noch kurz, ob ich einen Witz bezüglich “Anfechtung und Standhaftigkeit” oder so bei der Übergabe machen sollte, musste dann aber feststellen, dass auch das Emblem, das auf dem Flaschenhalz angebracht war - irgendwie unpassend war.

Diese Erfahrung stützt die These, dass meine Wahrnehmung hochgradig selektiv zu sein scheint.

Posted in Allgemein at September 5th, 2009. 1 Comment.

Posted in Kulturelle Artefakte at August 17th, 2009. 3 Comments.

Opinion is Fact,

das wusste schon PR-Experte, Maus Knüller-Neuhof*, Fachmann für interne Brandmarken und Inhaber einer weltberühmten PR-Agentur.

Anonyme Studenten der Universität Erfurt haben sich dieses Leitsatzes nun bedient und erhoffen sich eine autosuggestive Wirkung für ihre Hochschule. Ganz im Sinne des Gründervaters der Universität, Peter Glotz, halten sie ihre Uni für das Harvard an der Gera. Die Graßwurzel-Kampagne soll die Identifikation mit der Universität verdeutlichen, betont ein beteiligter Student (23):

Ich möchte betonen, dass die Graßwurzel-Kampagne die Identifikation mit der Universität verdeutlichen soll.

Man munkelt, dass Anfragen bezüglich einer T-Shirt-Bestellung u. a. vom Autoren dieses Weblogs entgegengenommen werden. Der Preis könnte 20 € betragen.

*Name vom Autoren geändert.

Posted in Allgemein at August 1st, 2009. 1 Comment.